Mal wieder einiges passiert im Tulpenparadies.

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Die Themen:

  • Tether einigt sich mit CFTC
  • Stripe will wieder Bitcoin-Zahlungen aktivieren
  • Square arbeitet an Mining-Equipment
  • Bitcoin ETF startet
  • El Salvador Remittance payments
  • Liquid Hardfork stoppt
  • Aus unserem Netzwerk
  • Interessante Links

Tether einigt sich mit CFTC

Tether Inc, die Firma hinter dem größten Stablecoin USDT hat sich diese Woche auf einen Vergleich mit der US Commodity Futures Tradinc Comission (kurz CFTC) geeinigt. Im Verfahren ging es um Vorwürfe, der Stablecoin-Ausgeber habe unwahre Aussagen bezüglich seiner Reserve gemacht.

Laut eigener Aussage war der Stablecoin zu jederzeit voll gedeckt, jedoch nicht immer mit ausschließlich Dollar-Reserven auf Bankkonten. Vielmehr nutzte Tether “Cash-equivalente Mittel”( wie z.B. kurzfristige Anleihen), als auch Bankkonten, die nicht auf den Namen “Tether Inc” liefen. Eine Praxis, die andere Stablecoins ebenfalls verwenden, da es für Stablecoin-Issuer sehr schwer ist, einen Bankkonto zu erhalten, das die vollen Reserven halten kann.

Seit 2018 macht Tether klarere Aussagen bezüglich ihrer Reserven und hat in den vorherigen Monaten sogar Berichte darüber veröffentlicht, in was ihre Reserven investiert sind.

Zusätzlich muss Bitfinex $1,5M zahlen, da sie, laut CFTC, nicht ausreichend sichergestellt haben, dass keine US-Kunden ihre Handelsplatform benutzen.

Stripe will wieder Bitcoin-Zahlungen aktivieren

Der Zahlungsdienstleister Stripe hat angekündigt, in Zukunft wieder die Zahlung mit Bitcoin zu ermöglichen. Stripes Head of Engineering tweetete diese Woche, dass sie derzeit auf der Suche nach neuen Ingenieuren für das Thema sind:

Nachdem Stripe in 2014 eine der ersten Firmen war, die Bitcoin als Bezahlmittel angeboten haben, hatten sie 2018 angekündigt, diese Funktion zu deaktivieren. Grund dafür waren die in 2018 stark gestiegenen on-chain Transaktionskosten. In ihrem Statement erwähnten sie damals, Lightning im Blick zu behalten. Dies könnte nun ein Grund für das neu gefundene Interesse sein.

Stripe benutzen weltweit Millionen Kunden, unter anderem Airbnb, Booking.com, Sharenow und Lyft.

Square arbeitet an Mining Equipment

Twitter und Square CEO Jack Dorsey verkündete diese Woche auf Twitter, dass Square sich dafür interessiere, einen eigenen Bitcoin Miner zu entwickeln. Besonders die Zentralisierung von ASIC-Herstellern sei etwas, an dem gearbeitet werden müsse. Derzeit wird der größte Teil aller Bitcoin ASICs in Asien entwickelt und produziert. “Mining sollte für jeden möglich sein”, so Dorsey.

Square verfolgt mir ihrer jüngst-angekündigten Hardware-Wallet ähnliche Ziele: Offenheit und Transparenz.

Ob Square nun vollends in das Bitcoin-Hardware Geschäft einsteigt, wird sich zeigen müssen. Auf Twitter erbat Jack um Feedback zu seiner Idee. Erst vor kurzem hatte auch Blockstream angekündigt, in Kanada eigene ASICs entwickeln zu wollen.

Bitcoin ETF startet

Anfang nächster Woche wird zum ersten mal ein Bitcoin ETF an der amerikanischen Börse gehandelt. Der ProShares Bitcoin Strategy ETF wird am Montag an der New York Stock Exchange gelistet und im Laufe der Woche zum Handel freigegeben. Er ermöglicht Preis-Exposure über Futures-Verträge und dürfte sich so preislich etwas vom Spot-Preis unterscheiden.

Der ETF startet ohne eine formale Bestätigung der SEC, die bereits mehrere Male ihre Entscheidung zu einem Bitcoin ETF verschoben hatte. Laut ProShares Ankündigung ist ein Einschreiten der SEC sehr unwahrscheinlich.

Ein Bitcoin ETF ist interessant, da es auf diesen Weg amerikanischen Bürgern ermöglicht wird, Bitcoin als Teil ihres offiziellen Rentenplans zu besparen (auch 401k genannt) und so erheblich Steuern zu sparen.

El Salvador Remittance Zahlungen

Nachdem El Salvador vor knapp einem Monat Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel eingeführt hatte, veröffentlichte Präsident Nayib Bukele diese Woche neue Informationen zur Nutzung der Chivo-Infrastruktur.

Insgesamt benutzen mehr Leute die Chivo-ATMs, um Bitcoin zu kaufen, als zu verkaufen. Dies legt nahe, dass die Adoption von Bitcoin als Zahlungsmittel dort zunimmt. Innerhalb eines einzigen Tages wurden außerdem 24 000 Auslandszahlungen (sogenannte Remittances) im Wert von rund $3M verzeichnet. Dies bedeutet eine durchschnittliche Transaktionsgröße von $125. Eine Western Union Zahlung aus den USA in dieser Höhe kostet $11 Gebühren – also annähernd 10%. Zum Vergleich: Bitcoin Zahlungen via Lightning sind annähernd kostenlos.

Die Salvadorianische Regierung hatte die Chivo-App immer wieder als Remittance-Alternative beworben. Besonders bei kleineren Zahlungen sparen Bürger Geld.

Liquid Netzwerk stoppt

Im Zuge einer Hardfork kam es im Liquid-Netzwerk zu einem Stillstand. Für über 24h wurden keine neuen Blöcke erschaffen. Der Fehler, welcher es verhinderte, dass Blöcke signiert werden konnten, wurde schnell gefunden und behoben. Allerdings dauert das Updaten aller 15 Föderations-Mitglieder einige Stunden.

Eine Liquid-Transaktion

Liquid ist eine Sidechain von Bitcoin, die zwar Bitcoin als nativen Token verwendet, aber nicht dezentralisiert ist. Sie wird von einer Föderation von 15 Validatoren betrieben und von Blockstream entwickelt. Blöcke im Liquid-Netzwerk werden im Minuten-Interval produziert und enthalten anonyme Zahlungen, bei denen die Höhe der Transaktion geheim bleibt. Ebenfalls können auf Liquid NFTs erstellt und versandt werden.

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