Tulpen sind unberechenbar.

Dem Leser Páulir Peterson könnt ihr hier etwas spenden.

Die Themen der Woche:

  • Adressen für Lightning
  • Wells Fargo und JPM arbeiten mit NYDIG
  • Blockstream Energy
  • Filesharing für Lightning
  • Metromile kauft Bitcoin
  • Clightning Liquidity Ads
  • Zion
  • Zeus Redesign
  • Aus unserem Netzwerk

Adressen für Lightning

Zebedee ( gesprochen: sebedi) Entwickler Andre Neves hat diese Woche ‘Lightning Addresses’ vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Art E-Mail-Adresse für Lightning Nodes. Mithilfe von Satdress, eines Open-Source Projektes von Fiatjaf (gesprochen Fiat-Jeff) zum hosten von Lightning Adress-Servern, kann jeder seine eigene Domain dazu nutzen, um eigene Lightning-Adressen zu erstellen.

Um euch bei einem Server anzumelden, benötigt der Server lediglich eure IP-Adresse (falls ihr einen Tor-Node benutzt, benötigt ihr die IP2Tor-Bridge) und ein Invoice-Macaroon.

Anstatt eine Invoice zu benötigen, können Zahlungen direkt an eine LN-Adresse geschickt werden. Aktuell unterstützen der lntxbot, das Zebedee-Wallet und Coinos LN-Adressen.

Wells Fargo und JP Morgan arbeiten mit NYDIG

Mehreren SEC-Meldungen legen offen, dass sowohl Wells Fargo als auch JPMorgan mit der amerikanischen Bitcoin-Investmentfirma NYDIG an Bitcoin-Produkten arbeiten. Gemeinsam mit den Banken wird NYDIG Fonds anbieten, in die Kunden der beiden Firmen investieren können. Für die Vermittlung der Kunden erhalten beide Banken Gebühren ausbezahlt.

JP Morgan hatte bereits in der Vergangenheit angekündigt, ihren Kunden Zugang zu Bitcoin ermöglichen zu wollen.

Blockstream Energy

Die kanadische Bitcoin-Firma Blockstream hat ihr “Blockstream Energy” Produkt enthüllt. Dabei handelt es sich um Schiffscontainer, die Mining-Equipment beinhalten. Durch ihr kompaktes und modulares Design können die Container schnell und effektiv in alle Welt verschifft werden.

Ziel ist es, Stromproduzenten die Möglichkeit zu geben, ihren überschüssigen Strom besser zu nutzen. Da Stromproduzenten oft nicht sehr flexibel auf den Strombedarf reagieren können, kommt es oft zu einer höheren Stromproduktion als nötig.

Filesharing mit Lightning

Bitcoin-Entwickler @casey und @soenkehahn haben diese Woche den Agora vorgestellt. Agora bietet die Möglichkeit, Datei-Downloads hinter einer Paywall zu verstecken. Bezahlt werden kann ausschließlich mit Lightning. Mithilfe des Programms kann jeder Lightning-Node-Betreiber Dateien zum kostenpflichtigen Download anbieten.

Metromile kauft Bitcoin

Der amerikanische Autoversicherer Metromile hat in seinem Quartalsbericht angegeben, eine Millionen US-Dollar in Bitcoin investiert zu haben. Insgesamt plane das börsennotierte Unternehmen, bis Ende des Quartals rund $10M in das digitale Asset umzutauschen.

Zu welchem Preis bzw. wie viele Bitcoins Metromile gekauft hat, wurde nicht veröffentlicht. Am 30. Juni belief sich der Wert des Investments auf $0.9M.

C-Lightning Liquidity Ads

Blockstream hat diese Woche die neueste Version des C-Lightning Clients veröffentlicht. Teil des Updates sind sogenannte Liquidity Ads, die es ermöglichen, Inbound-Liquidität zur Miete anzubieten. Ähnlich wie Lightning Pool von Lightning Labs können Nodes andere Nodes dafür bezahlen, zu ihnen einen Channel zu eröffnen. Anders als Pool funktionieren Liquidity Ads auf Protokollebene und nicht über eine zentrale Instanz.

Channel, die über Liquidity Ads eröffent wurden, können vor Ende der Laufzeit nur von der mietenden Seite geschlossen werden. Wie Dual Funded Channels sind auch Liquidity Ads derzeit noch experimentell und müssen manuell aktiviert werden. Nutzer von LND dürfen weiterhin auch diese Features warten.

Zion

Überraschend wurde diese Woche vom Bitcoin Magazine ein neues dezentrales Social-Network auf Basis von Lightning vorgestellt. “Zion” soll ein zensurresistentes montarisiertes Netzwerk sein, bei dem jeder Teilnehmer einen Node benötigt.

Nicht nur optisch gleicht das Unterfangen dem Sphinx-Chat Client. Offenbar handelt es sich dabei um eine Fork des Lightning-Messengers. Von außen ist nicht ersichtlich, ob außer dem Logo irgendetwas am Code wirklich verändert wurde. Diese Annahme wird auch dadurch bestätigt, dass Zion aktuell nur als iOS-App verfügbar ist. Die Android App für Sphinx funktioniert bedeutend schlechter als die iOS-Version.

Illegal ist das Ganze nicht, da Sphinx ein Open-Source Projekt mit entsprechender Lizenz ist. Sphinx und Zion sind sogar interoperabel, wodurch Nutzer beider Netzwerke miteinander kommunizieren können. Mit $9 pro Monat ist Zion zum Start direkt drei mal so teuer, wie ein dedizierter Sphinx-Node.

Zeus Redesign

Die Lightning-Node App Zeus hat diese Woche ein weitreichendes Redesign spendiert bekommen. Mit Zeus lässt sich der eigene Lightning-Node auch am Handy verwalten. Zeus, entwickelt von Evan Kaloudis, gibt es schon seit 2018, wobei bis dato der Fokus eher auf Funktionalität als auf Design lag. Durch das Update erhält die App nicht nur ein neues Logo, sondern auch ein modernes Interface, das dem Funktionsumfang der App gerecht wird.

Die Beta-Version kann über Testflight oder Github heruntergeladen werden.

Aus unserem Netzwerk:

Interessante Links

Spende uns:

Wenn dir dieser oder einer unserer anderen Beiträge gefallen hat, würden wir uns über eine kleine Spende freuen:

Schreibe einen Kommentar