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Themen der Woche:

  • Deutsche Spezialfonds dürfen Bitcoin kaufen
  • Inflation steigt in Deutschland auf 4%
  • Baillie Gifford sponsort BTCPay Server
  • State Street bietet Kunden Bitcoin-Dienste an
  • Horizon Kinetics empfiehlt Bitcoin gegen Inflation
  • Seetee investiert in Breez
  • US Infrastructure Bill
  • Aus unserem Netzwerk
  • Interessante Links

Deutsche Spezialfonds dürfen Bitcoin kaufen

Ab heute ist es deutschen Spezialfonds erlaubt, bis zu 20% ihres Portfolios in Bitcoin zu investieren. Über diese Spezialfonds wird es beispielsweise Versicherungen und anderen Institutionellen Investoren ermöglicht, zumindest indirekt in Bitcoin zu investieren.

Obwohl deutsche Spezialfonds annähernd 2 Billionen Euro verwalten, dürfte das Interesse besonders zu Anfang noch gering sein. Sowohl die Deutsche Bank als auch die Deka teilten mit, dass sie die Situation beobachten und über ein Investment nachdenken. Konkrete Pläne gäbe es jedoch noch nicht.

Inflation steigt in Deutschland auf 4%

Die offizielle Inflationsrate in Deutschland ist diesen Monat auf 3,8% angestiegen. Dies berichtet das Statistische Bundesamt. Dabei handelt es sich um den höchsten Wert seit über 13 Jahren. Das Ziel der Europäischen Zentralbank von 2% ist damit deutlich überschritten. Die Verbraucherpreise sind alleine im letzten Monat um 0,9% angestiegen.

Eine Reaktion der Zentralbank in Form eines höheren Zinsniveaus ist nicht zu erwarten. Erst vor kurzem hatte die EZB angekündigt, temporäre Überschreitungen des Inflationsziels zu akzeptieren.

Bailie Gifford sponsert BTCPay Server

Die Investment Partnerschaft Baillie Gifford unterstützt das BTCPay Server Team mit einem vierjährigen Sponsoring. Damit ist die Firma eine der größten Unterstützer des Open Source Projektes. Baillie Gifford verwaltet knapp eine halbe Billionen USD im Auftrag ihrer Kunden.

Mithilfe dieses Sponsorings soll gewährleistet werden, dass die diesjährigen Roadmap-Ziele von BTCPay, welche sich in erster Linie um eine Verbesserung des User-Interfaces drehen, erfüllt werden können. Zudem soll das BTCPay-Angebot modularer und flexibler werden.

State Street bietet Kunden Bitcoin-Dienste an

Der Investment-Service-Riese State Street will seinen Kunden in Zukunft allerlei Dienstleistungen im Bitcoin-Bereich anbieten. In Partnerschaft mit Lukka, einem Enterprise-Software Anbieter in den State Street bereits letztes Jahr investiert hatte, soll der Bedarf nach digitalen Assets gestillt werden.

“Da unsere Kunden weiterhin digitale Vermögenswerte wie Kryptowährungen nutzen, haben wir ein zunehmendes Interesse der Anleger an qualitativ hochwertigen Middle- und Back-Office-Angeboten zur Unterstützung diversifizierter Portfolios festgestellt”

Jed Tribush, Alternatives Lead bei State Street Digital

State Street besitzt in erster Linie institutionelle Kunden und verwaltet im Namen dieser insgesamt $42,6 Billionen.

Horizon Kinetics empfiehlt Kunden Bitcoin gegen Inflation

Aufgrund der turbulenten Weltwirtschaftssituation empfiehlt die Investmentfirma Horizon Kinetics ihren Kunden ein Investment in Bitcoin. Grund für diese Empfehlung sei die limitierte Anzahl der Kryptowährung.

“Nach der Pandemie gibt es kein Zurück mehr. Weltweit gibt es ein Schuldenproblem, das entweder Zahlungsausfall oder Währungsabwertung bedeutet.”

Peter Doyle, Horizon Gründer

Der Horizon Paradigm Fonds hatte bereits 2016 1% seines Portfolios in den Grayscale Bitcoin-Trust investiert. Insgesamt entspricht dieses Investment zum aktuellen Zeitpunkt 10% des Fonds.

Seetee investiert in Breez

Die Aker-Tochterfirma Seetee kündigte diese Woche ein Investment in die Software-Firma Breez an. Breez betreibt das gleichnamige open source Bitcoin-Wallet, das es Usern ermöglicht, schnell und einfach das Lightning-Netzwerk zu benutzen.

Grund für das Investment sei, laut Seetee, dass Bitcoin mehr als eine Absicherung sei. Viel mehr handele es sich dabei um ein Zahlungssystem ohne Grenzen, dass schneller relevant werden dürfte als viele es erwarten.

US-Infrastructure Bill

Kurz vor Beschluss der amerikanischen “Infrastructure Bill” wurden einige Absätze zum Thema Bitcoin hinzugefügt. Nach dem neuen Gesetz soll die Bezeichnung “Broker” auf deutlich mehr Personen erweitert werden – unter anderem auch auf Anbieter und Entwickler von non-custodial Wallets oder Miner. Außerdem sollen Bitcoin-Unternehmen Überweisungen ihrer Kunden über $10.000 melden müssen.

Kryptowährungen gibt es seit 2008. Mehr als zehn Jahre lang gab es in diesem Bereich keinerlei regulatorische Klarheit, aber der Senat brauchte nur ein paar Tage, um die Kryptosteuern als Gegenleistung für ein aufgeblähtes Infrastrukturabkommen zu verwenden,

Warren Davidson, Abgeordneter

Welche weiteren Gesetze enthalten sind, ist derzeit noch unklar, da die Entwürfe nicht öffentlich sind. Gruppen wie die Nonprofit Organisation Coin Center oder die Blockchain Association arbeiten derzeit daran, die Gesetze sinnvoll zu gestalten.

Die US-Regierung erhofft sich durch diese Maßnahmen zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von bis zu 30 Milliarden USD.

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https://www.youtube.com/watch?v=PU5MiqLJ6NE”

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