Immer mehr Geld fließt in das Tulpen-Ökosystem. Wann platzt die verdammte Blase endlich?

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Die Themen der Woche:

  • JPM lässt Kunden in Bitcoin Fonds investieren
  • NYDIG launcht mit UpgradeCredit eine Bitcoin Rewards Karte
  • BNY Mellon investiert in Bitcoin Börse
  • FTX erhält $18b Evaluation
  • Anti-Geldwäsche Entwurf für EZB
  • “The B Word”
  • ARK kauft $8m an GBTC
  • Mastercard vereinfacht Kreditkartenangebot für Bitcoin-Unternehmen
  • Lightning Labs erhält $10M Investment
  • Aus unserem Netzwerk
  • Interessante Links

JPMorgan lässt Kunden in Bitcoin Fonds investieren

Nachdem es im April bereits von Insidern geleaked wurde, kündigte JP Morgan nun auch offiziell an, seinen vermögenden Kunden die Möglichkeit zu geben, in Bitcoin-Fonds zu investieren.

JP Morgan Kunden, darunter auch solche der Chase-Banking App, können jedoch nicht direkt in Bitcoin investieren, sondern in Fonds, wie z.B. den Grayscale Trust.

Jamie Dimon, CEO der Bank, hatte noch vor Jahren angekündigt, dass Angestellten gekündigt werden würde, sollten sie in Bitcoin investieren. Offenbar beugt sich JPM nun dem Druck seiner Kunden.

NYDIG launcht Bitcoin Rewards Karte

Zusammen mit NYDIG hat Upgrade Credit diese Woche ihre Visa-Karte vorgestellt. Der Clou: Mit jedem Kauf erhalten Kunden 1,5% in Bitcoin als Cashback zurück. Anders als bei anderen Bitcoin-Rewards-Karten wie zum Beispiel der Fold-Card handelt es sich hier jedoch nicht um eine Debit-, sondern um eine Kreditkarte. Das beudetet, dass vorher kein Geld auf die Karte eingezahlt werden muss.

Rewards in Bitcoin können leider nicht ausgezahlt werden, sondern nur auf der Platform selbst verkauft werden.

BNY Mellon investiert in Bitcoin Börse

Die New Yorker Bank BNY Mellon hat gemeinsam mit weiteren Banken in die Bitcoin Börse Pure Digital investiert. Von Pure Digital verspricht sich die Bank eine Zusammenarbeit für den Handel von Bitcoin.

“Digitale Assets werden in den kommenden Jahren nur noch stärker in den globalen Märkten verankert werden und diese Zusammenarbeit steht im Einklang mit der breiteren Strategie von BNY Mellon, eine digitale Asset-Kapazität für Kunden über den gesamten Handelslebenszyklus hinweg zu entwickeln.”

Jason Vitale, Global Head of Forex at BNY Mellon

Bereits im Februar diesen Jahres hatte BNY Mellon angekündigt, eine “Digital Assets Unit” für den Umgang mit Bitcoin zu etablieren. Der erste Trade der Börse soll noch diese Woche geschehen.

FTX erhält $18B Evaluation

Die Handelsplatform FTX hat diese Woche $900m von Investoren eingesammelt. Insgesamt liegt die Bewertung der Firma damit bei rund $18B. Das ist in etwa ein Drittel der Marktkapitalisierung der jüngst an die Börse gegangenen Bitcoin-Börse Coinbase. Erstaunlich dabei: FTX gibt es erst seit 2019. Coinbase bereits 7 Jahre länger.

FTX wuchs in den letzten Jahren stark durch ihr flexibles Angebot an Derivaten. Neben Derivaten bietet FTX auch den Handel von tokenisierten Aktien an.

Laut Coinmarketcap.com liegt das 24h-Spot-Handelsvolumen bei FTX bei 1 Milliarde USD, also deutlich unter dem von Coinbase mit 1,7 Milliarden. Beim Derivatehandel wickelt die Börse täglich Geschäfte in Höhe von 6,5 Milliarden Dollar ab.

Anti-Geldwäsche Entwurf für die EZB

Eine Europäische Anti-Geldwäsche Kommission hat diese Woche einen Gesetzesentwurf veröffentlicht, der Bitcoin-Service-Provider dazu verpflichten soll, Kundendaten zu erheben und “anonyme Wallets” verbieten soll.

“Die heutigen Änderungen werden die vollständige Rückverfolgbarkeit von Krypto-Vermögenstransfers, wie z. B. Bitcoin, sicherstellen und die Verhinderung und Aufdeckung ihrer möglichen Verwendung zur Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung ermöglichen”

Zunächst war unklar, ob auch non-custodial Wallets, wie z.B. BlueWallet oder Hardware-Wallets verboten werden sollten. Dies wurde auf Nachfrage offiziell verneint. Es ginge um custodial Wallets, bei denen Kunden ihre Coins nicht selber halten, wie zum Beispiel beim Coinbase-Wallet.

In der Tat dürfte sich eine Umsetzung eines non-custodial-Wallet-Verbots schwierig gestalten.

“The B Word”

Zusammen mit dem Zahlungsdienstleister Square veranstaltete ARK-Invest diese Woche die Online-Konferenz “The B Word”. Im Rahmen dieser unterhielten sich Cathie Wood, Jack Dorsey und Elon Musk zum Thema Bitcoin. Um mit Vorurteilen aufzuräumen wurden u.A. Vorträge von Nic Carter, Adam Back und Alex Gladstein gezeigt.

Im Gespräch offenbarte Musk, dass nicht nur Tesla, sondern auch SpaceX und er selbst Bitcoin besitzt. Seine umstrittenen Ansichten zum Thema Blockgröße, die er zuvor auf Twitter gepostet hatte, wiederholte er mit der Frage “Wenn größere Blöcke so schlecht sind, warum machen wir die Blöcke dann nicht kleiner?”. Mit Bitcoin Core Entwickler Luke Dash Jr. hat sich Musk wohl leider genauso wenig auseinander gesetzt wie mit der Geschichte von Bitcoin.

Die Beiträge der Konferenz lassen sich auf der Website nach vorheriger Anmeldung erneut anschauen.

ARK Invest kauft $8M an GBTC

Ob durch die Konferenz bullisch gestimmt oder einem langfristigen Investmentplan folgendend hat ARK-Invest diese Woche erneut Grayscale Bitcoin Trust Shares im Wert von $10M gekauft.

Insgesamt hält ARK nun 9 Millionen Anteile des Grayscale Trusts im Wert von ungefähr $220m. Neben Bitcoin besitzt die Investmentfirma u.A. Positionen in Coinbase, Tesla und Square.

Mastercard vereinfacht Angebot für Bitcoin-Unternehmen

Ähnlich wie Konkurrent Visa, stößt nun auch Mastercard weiter in den Bitcoin-Bereich vor. Diese Woche hat das Unternehmen angekündigt, das Kartenangebot für Bitcoin-Unternehmen zu vereinfachen.

Zusammen mit Paxos, Circle und Evolve Bank soll die Abwicklung von Zahlungen in Bitcoin deutlich vereinfacht werden. Ziel soll es sein, es Mastercard Kunden zu ermöglichen in jedem Geschäft mit Bitcoin oder Stablecoins bezahlen zu können.

Zu den derzeitigen Kunden von Mastercard gehören u.A. Bitpay und Uphold.

Lightning Labs erhält $10M Investment

Das Softwareunternehmen Lightning Labs erhielt diese Woche $10M in einer Series-A Funding Round. Das hat CEO Elizabeth Stark diese Woche bestätigt.

Lightning Labs entwickelt unter anderem die beliebte Lightning Implementation LND, den Loop-Service sowie den Lightning Pool.

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