Du willst Tulpen, er will Tulpen, sie will Tulpen – alle wollen Tulpen. Diese Woche mehr denn je. Wir fassen zusammen, was diese Woche im Bitcoin-Space passiert ist.

Die Themen der Woche:

  • Der Mempool steigt
  • Jackson, Tennessee
  • WeWork nutzt Bitcoin
  • Venmo aktiviert Bitcoin
  • Axa Schweiz akzeptiert Bitcoin
  • Bitcoin als Schlüssel für grüne Energie
  • Chinas Zentralbank bezeichnet Bitcoin als Investment
  • Ray Dalio äußert sich positiv zu Bitcoin
  • Aus unserem Netzwerk
  • Interessante Links

Der Mempool steigt

Der Mempool seit 2017 auf jochen-hoenicke.de

Aktuell erreicht der Mempool, also die Anzahl der unbestätigten Transaktionen im Bitcoin-Netzwerk, annähernd ein Allzeithoch und übersteigt damit fast das Niveau zum Ende von 2018. Das bedeuet, dass eure Transaktionen entweder teurer werden, oder ihr länger auf die Bestätigung dieser warten müsst. Interessant ist hierbei, dass der Anteil der Transaktionen mit niedrigeren Fees deutlich gestiegen ist.

Netzwerk-Hashrate von Bitcoin – via ycharts.com

Grund hierfür ist ein großflächiger Stromausfall im Zuge von Sicherheitsinspektionen in Nordwest China. Erste Berichte verkündeten zunächst einen Verminderung der Hashrate von bis zu 50%. Aktuell scheint es jedoch so, dass es eher 20-25% sind, ein Einbruch in einer nicht ungewöhnlichen Größenordnung.

Bis zum nächsten Difficulty-Retargeting (vorraussichtlich am 2. Mai) dürfte sich die Situation nur bedingt entspannen – es sei denn, die Stromversorgung der chinesischen Miner ist bereits vorher wiederhergestellt. Sollten die Miner erst nach dem nächsten Retarget online kommen, dürften sich der Mempool entsprechend schnell leeren.

Wie genau der Mempool funktioniert, findest du hier.

Jackson, Tennesee

Der Bürgermeister von Jackson, Tennesee spricht sich für eine Bezahlung seiner Angestellten in Bitcoin aus. Ebenso kündigt er Überlegungen an, Bitcoin als Reserve zu verwenden und als Stadt Bitcoin zu minen.

Jackson ist eine Stadt mit rund 67.000 Einwohnern im Bundesstaat Tennessee.

WeWork nutzt Bitcoin

Das CoWorking-Space-Unternehmen WeWork hat angekündigt, zukünftig Zahlungen in Bitcoin zu akzeptieren. Das Ganze läuft über eine Kooperation mit BitPay und Coinbase.

Das wirklich Spannende an dieser Nachricht ist jedoch die Tatsache, dass WeWork nicht nur Bitcoin akzeptiert, sondern diese auch hält und, wenn möglich, Vermieter auch damit bezahlt.

“Wenn wir über den Arbeitsplatz der Zukunft und das Wirtschaftsleben nachdenken, müssen wir Kryptowährung als einen zentralen Teil dieses Themas betrachten. Kryptowährung hilft dabei, eine stärkere globale Wirtschaft aufzubauen, und die Ankündigung von WeWork demonstriert das Engagement des Unternehmens nicht nur für Innovation, sondern auch dafür, ein global ausgerichtetes Unternehmen zu sein. Die Fähigkeit von WeWork, Mitgliedern ein zusätzliches bequemes Zahlungsmittel zur Verfügung zu stellen, ist enorm spannend.”

WeWork Chairman und Softbank Group International CEO, Marcelo Claure

WeWork stand in den letzten Jahren immer wieder stark in der Kritik und hatte aufgrund der Pandemie im letzten Jahr enorme Schwierigkeiten, da annähernd alle Coworking-Spaces des Unternehmens geschlossen werden mussten.

Venmo aktiviert Bitcoin

Werbematerial von Venmo

Ab sofort können Kunden der PayPal Zahlungsapp Venmo Bitcoin kaufen, empfangen und damit bezahlen. PayPal hatte dies bereits letztes Jahr angekündigt. Kunden können zwar Bitcoin kaufen, sich diese jedoch nicht an ein externes Wallet auszahlen lassen. Die Social-Payments-App hat insgesamt 52 Millionen Kunden und ein jährliches Transaktionsvolumen von $159 Mrd.

Venmo ist in Deutschland nicht verfügbar.

Axa Schweiz akzeptiert Bitcoin

Der Versicherer AXA akzeptiert in der Schweiz Bitcoin als Zahlungsmethode. Als Grund hierfür zieht die AXA eine Studie heran, nachder hervorgeht, dass ein Drittel aller befragten Personen zwischen 18 und 55 Jahren an Kryptowährungen interessiert seien.

“Die AXA ist die erste Allbranchen-Versicherung, die diese Lösung anbietet. Ab Anfang April steht die neue Zahlungsmöglichkeit allen privaten Kundinnen und Kunden zur Verfügung. Vorerst können Prämienzahlungen für alle Nichtleben-Produkte der AXA Versicherungen AG bequem in Bitcoin bezahlt werden.”

Axa Pressebericht

Zusammen mit Bitcoin Suisse und inapay wird es für Versichterte möglich, Rechnungen in Bitcoin zu bezahlen. Anders als WeWork hält die AXA die Bitcoin nicht, sondern konvertiert sie direkt in Schweizer Franken.

Bitcoin als Schlüssel für grüne Energie

Die Investmentfirma rund um Cathie Woods, ARK Invest, hat in Zusammenarbeit mit dem Paymentriesen Square ein Whitepaper zum Thema “Bitcoin als wichtiger Treiber für die Zukunft von erneuerbaren Energien” veröffentlicht.

In dieser Ausarbeitung erklären sie, wie das Bitcoin-Netzwerk als einzigartiger Käufer von überflüssiger Energie fungiert und damit der Gesellschaft eine höhere Kapazität an Solar- und Windenergie verschaffen könnte.

Den Inhalt des Papers schauen wir uns in einem zukünftigen Artikel im Detail an.

Chinas Zentralbank bezeichnet Bitcoin als Investment

Der Deputy Governor der Chinesischen Zentralbank, Li Bo, bezeichnete Bitcoin als “Investment-Option”.

“Wir betrachten Bitcoin und Stablecoins als Krypto-Assets. Krypto-Assets sind Anlagemöglichkeiten, es ist keine Währung per se. Es handelt sich um eine alternative Anlage, die keine Währung per se ist. Wir denken also, dass Krypto-Assets (in der Zukunft) eine wichtige Rolle als Investitionsvehikel oder als alternatives Investment spielen sollten. […]

Der zweite Punkt für einige Stablecoins ist, dass sie Krypto-Assets sind. [..] Denn für einen Stablecoin, der von einem privaten Unternehmen herausgegeben und als Zahlungsmittel verwendet werden soll, müsste es regulatorische Regeln wie Quasi-Banken oder Banken geben, um die Funktionalität dieses Stablecoins zu regulieren.”

Bo Li, Deputy Governor der Chinesischen Zentralbank

Diese Aussagen sind insofern interessant, als dass China den Handel mit Bitcoin bereits vor Jahren verboten hatte. Trotz des Handelsverbots bewegten sich Bitcoin-Miner bisher in einer rechtlichen Grauzone. Mit diesen Aussagen der Chinesischen Zentralbank könnte Hoffnung auf eine vernünftige Bitcoin-Politik in China zurückkehren.

Ray Dalio äußert sich positiv zu Bitcoin

Hedgefund-Gründer Ray Dalio, gesteht auf der Texas A&M’s Bitcoin Konferenz ein, dass “Bitcoin sich als Geld mit kalkuliertem Wert bewiesen hat”. Der berühmte Manager empfiehlt anderen Investoren, ihr Portfolio mit Bitcoin zu diversifizieren.

“Bitcoin hat sich bewährt […] als Geld mit kalkulatorischem Wert. […] Einzelpersonen sollten sich nicht so sehr auf eine magische Sache konzentrieren, sondern auf das, was einen diversifizierenden Einfluss auf Ihr Portfolio haben kann.”

Ray Dalio

Dalio hatte bereits im letzten Jahr Interesse an Bitcoin gezeigt und merkte an, dass er “wohl etwas bei Bitcoin übersehen würde”.

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