Für Tulpenfreunde gab es diese Woche mal wieder einige Neuigkeiten. Darunter zwei Berichte über Bitcoin, ein wichtiges App-Update, sowie einen prominenten Fernsehauftritt. Die Themen der Woche im Überblick:

  • Deutsche Bank Bericht
  • Raiffeisen Anlagestudie
  • Breez Podcasting 2.0
  • Coinbase zu Strafe verurteilt
  • Tesla startet Bitcoin-Zahlung
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Deutsche Bank Bericht

Im Zuge der “The Future of Payments” Bericht-Serie wurde nun ein Bericht zum Thema Bitcoin vom “Digital Inventions Group”-Arms der Deutschen Bank veröffentlicht. In diesem Bericht wird Bitcoin mit Aktien, Gold und Zentralbankgeld verglichen. Insgesamt liest sich der Bericht zwar positiv, doch einige Vergleiche und Daten erscheinen willkürlich. Bitcoin sei nun “zu groß, um es zu ignorieren”. In einem Livestream habe ich mit Roman vom Blocktrainer darüber gesprochen.

Raiffeisen Anlagestudie

Auch für die Raiffeisen-Bank scheint Bitcoin ein zu wichtiges Thema zu sein, als dass sie es ignorieren könnten. In einer eigenen Anlagestudie erklären sie, wie Bitcoin funktioniert, wo die Parallelen zu Gold zu finden sind und zeigen die Korrelation zu anderen Asset-Klassen. Sie gehen sogar so weit, zu sagen, dass Bitcoin als Teil eines Investmentportfolio eine sinnvolle Beimischung sein kann. Allerdings müssten sich Anleger auf einen Totalausfall vorbereiten. Für ein traditionelles Portfolio reicht es der Raiffeisenbank allerdings (noch) nicht.

Breez Podcasting 2.0

via Breez

Das Lightning-Wallet Breez veröffentlichte heute eine neue Version seiner App. Die bedeutenste Neuerung dürfte dabei die Integration von Podcasting 2.0 sein. Damit können Nutzer Podcasts hören und auf Minutenbasis Satoshis an den Podcaster zahlen. War dies zuvor nur für Nutzer mit eigenem Node und verknüpfter Sphinx-App möglich, funktioniert das ganze jetzt auch nur mit einer App auf dem Handy.

Coinbase zu $6,5m Strafe verurteilt

Wegen Washtradings wurde Coinbase diese Woche zu einer Strafe in Höhe von $6,5m verurteilt. Coinbase und die CFTC haben sich auf diesen Vergleich geeinigt. Die Commodities Futures Trading Comission warf Coinbase vor, in 2016 einen Großteil des Handelsvolumen des LTC/BTC Paares gefaked zu haben.

“An einigen Tagen machten die Wash-Trades des Mitarbeiters A im Litecoin/Bitcoin-Handelspaar zwischen Konten, die ihm gehörten und die er kontrollierte, einen beträchtlichen Prozentsatz des Handelsvolumens in diesem Handelspaar aus, der von nur 0,62 % bis zu 99,0 % des täglichen Handelsvolumens reichte.”

Weil der in den nächsten Wochen anstehende Coinbase-IPO auf eine Firmenbewertung von rund 100 Milliarden US-Dollar geschätzt wird, dürfte die Strafe wohl keine großen Auswirkungen auf das Tagesgeschäft der Handelsplatform haben.

Tesla akzeptiert Bitcoin als Zahlungsmittel

Nachdem Tesla im Februar angekündigt hatte $1,5Mrd ihrer Cash-Reserven in Bitcoin investiert zu haben, können Kunden ab heute ihr Elektro-Auto mit Bitcoin bezahlen. Teslas “Technoking” Elon Musk kündigte diese Funktion via Tweet an. Aktuell ist die Bezahlmethode noch auf den US-Markt beschränkt, im Laufe des Jahres soll sie jedoch weltweit verfügbar sein.

Die Bezahlmethode ist bereits aktiviert — via tesla.com

Der Autobauer benutzt für die Zahlabwicklung nicht, wie andere Firmen, einen externen Zahlungsdienstleister, sondern betreibt seinen eigenen Node mit Open-Source-Software. Noch einen Schritt weiter geht Tesla, indem sie sich dafür entschieden haben, die empfangenen Bitcoin nicht in Dollar umzuwandeln, sondern zu behalten.

Tesla setzt damit ein klares Signal an andere Unternehmen, die mit dem Gedanken spielen, Bitcoin als Teil ihrer Unternehmenskultur zu etablieren. Wie viele Kunden ihre Fahrzeuge mit Bitcoin bezahlen werden, wird sich herausstellen müssen. Schließlich benötigt es einiges an Überzeugungsarbeit, um Bitcoiner von ihren Bitcoins zu trennen.

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