Die Tulpenhasser haben Bitcoin den Krieg erklärt. Eine Serie von negativen Berichten und Nachrichten zum Thema, scheinbar ohne Zusammenhang. Völlig unbekümmert davon, wird währenddessen ein Block nach dem nächsten gefunden.

Themen der Wochen:

  • “China verbietet Bitcoin”
  • Elon Musk
  • IRS will Bitcoin-Transaktionen überwachen
  • Niederländische Zentralbank lockert KYC-Maßnahmen
  • BlockFi verschenkt Bitcoin
  • Greenpeace stoppt Bitcoin-Zahlungen
  • MicroStrategy kauft Bitcoin
  • Aus unserem Netzwerk
  • Interessante Links

“China verbietet Bitcoin”

“CHINA VERBIETET DEN BITCOIN” hieß es dieser Tage wieder einmal in den Medien. Zunächst wurde ein Statement eines chinesischen Verbandes zititiert, dass eigentlich nur aus den gleichen Nachrichten wie 2017 bestand. Dass viele Journalisten diesen Zusammenhang nicht verstanden haben, lag wohl an der Sprachbarriere.

Nun kam heute die Nachricht: China wird wohl das Bitcoin-Mining und die Verwendung von Bitcoin als Zahlung verbieten. Diesmal von höchst offizieller Stelle: Dem Vize-Premierminister.

Das Einzige was sich durch diese News verändern würde, ist, dass das Mining wohl sauberer würde. Seit Jahren wird das Mining in China angeprangert, weil dort vermeintlich ausschließlich mit Strom aus Kohlekraftwerken gemined wird. Bitcoin ist in China seit Jahren eine rechtliche Grauzone.

Jeder, der mindestens ein Jahr im Bitcoin-Markt unterwegs ist, kennt die Leier. Dieses Meme beschreibt eigentlich alles, was man dazu wissen muss:

Elon Musk

Einst als Vorreiter in Sachen Bitcoin gefeiert, überraschte Musk letzte Woche mit der Ankündigung, Bitcoin nicht mehr als Zahlungsmittel für Tesla-Fahrzeuge zu akzeptieren. Zu dieser Entscheidung käme die Firma, da der Energiebedarf von Bitcoin “zu dreckig” sei.

Auf Twitter heftig für diese Entscheidung kritisiert, versuchte Musk sich zu rechtfertigen. Zur Überraschung von niemandem glänzte der Tesla-Chef dabei mit Unwissen und Narrativen, auf die so mancher Fake-Satoshi stolz wäre.

So behauptete er beispielsweise, Bitcoin sei zentralisiert, da wenige Mining-Firmen einen Großteil der Hashingpower des Netzwerks ausmachen. Dass Bitcoin nicht von den Minern kontrolliert wird, sollte jedem klar sein, der auch nur ansatzweise etwas über die Blocksize-Debatte weiß.

Weiter befeuerte er Gerüchte, dass Tesla seine Bitcoin-Bestände verkaufen sollte, indem er einem Tweet zu dem Thema zustimmte. Dies dementierte er später.

IRS will Bitcoin-Transaktionen überwachen

Das Feuerwerk geht weiter. Gestern gab die amerikanische Steuerbehörde IRS bekannt, dass Bitcoin-Transaktionen von über $10 000 gemeldet werden müssen. Ziel dieser Meldepflicht sei die Erschwerung von Geldwäsche durch Bitcoin. Diese Regel gelte allerdings erst ab 2023.

Auch dies dürfte für die Wenigsten eine Überraschung sein. Die größten Börsen sind bereits jetzt schon dazu verpflichtet, der Steuerbehörde Auskunft über größere Beträge zu leisten. Natürlich wird Bitcoin reguliert werden. Letztendlich gibt es hier nur zwei Möglichkeiten: Entweder wird Bitcoin von Staaten reguliert oder schlichtweg verboten.

Natürlich wurde auch diese Meldung in den Medien groß breitgetreten.

Greenpeace stoppt Bitcoin-Spenden

Durch Elon Musks Energie-Shaming provoziert, stoppte die Umwelt-Organisation Greenpeace die Möglichkeit ihr Bitcoin zu spenden. Viel kann man hierzu nicht sagen, außer: “Ja gut, dann eben nicht”.

BlockFi verschenkt Bitcoin

Beim Lending und Staking Anbieter BlockFi kam es diese Woche zu einem folgenschweren Fehler. Nutzer des Affiliate Programms kamen ihre Auszahlungen anstatt in Euro, in Bitcoin zugeschrieben. Einigen Usern war es möglich, mehrere hundert Bitcoin aus ihrem BlockFi-Account zu transferieren, obwohl sie nur einige hundert Dollar erhalten sollten.

BlockFi bestätigte den Fehler, merkte jedoch an, dass es sich nur um eine Handvoll User handelte, die Bitcoin vom Konto abziehen konnten. Der Verlust beläuft sich auf rund 700 Bitcoin. Die Firma sendete den betroffenen Nutzern eine Warn-Email, dass diese die Bitcoins für einen Finderlohn zurückgeben sollten, ansonsten würden rechtliche Schritte eingeleitet.

Niederländische Zentralbank lockert KYC-Prozess

Im Januar hatte die Niederländische Zentralbank DNB eine Richtlinie veröffentlicht, nach der Kunden von Bitcoin-Börsen vor dem Abheben zunächst den Besitz der Bitcoin-Adresse beweisen mussten. Die beiden Börsen Bitstamp und Bitonic waren gezwungen, diese Richtlinien einzuhalten und forderten anschließend von Kunden einen Beweis.

Zwei Monate nach Einspruch von Bitonic hat die Zentralbank ihre Meinung geändert und fordert nun von den Börsen neben den KYC-Regeln keine zusätzlichen Informationen von Kunden. Grund hierfür sind die schlechte technische Umsetzbarkeit, keine bedeutenden Vorteile und einen Eingriff in die Privatsphäre der Kunden.

Taproot Aktivierung wahrscheinlich

Tulpenkurier
Taproot-Signalisierung auf taproot.watch

Die Chancen für ein erfolgreiches Upgrade des Bitcoin-Netzwerks steigen. Insgesamt signalisieren nun Miner mit 95,5% der Hashrate für die Aktivierung von Taproot. In der aktuellen Periode, die noch circa eine Woche dauern dürfte, reicht es zwar noch nicht für eine Aktivierung, da die 90% Threshold über 2016 Blöcke nicht mehr erreicht werden können, jedoch sollte bei solch einer hohen Zustimmung die Aktivierung in der nächsten Periode erfolgreich verlaufen.

MicroStrategy kauft erneut

Michael Saylors Firma kauft erneut Bitcoin im Wert von $10M, zu einem Marktpreis von durchschnittlich $43 664. Insgesamt hält die Firma nun 92079 Bitcoin, die sie für einen Durchschnittspreis von $24 450 erworben haben.

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