Strike launcht weltweit – Fiat-Geld über das Lightning-Netzwerk versenden

Es ist soweit: Nutzer können sich nun weltweit für die Bitcoin-App Strike registrieren. Nachdem die Zahlungs-App im letzten Jahr bereits in den USA startete, erweitert Zap seinen Nutzerkreis nun auf den weltweiten Markt. Strike baut auf dem Lightning Netzwerk auf und zeichnet sich vor allem durch seine niedrigen Gebühren aus. Nachdem seit jeher beklagt wird, dass Bitcoin für Anfänger zu schwer zu kaufen und benutzen sei, dürften Bitcoin-Zahlungen nun einfacher werden denn je. Erst vor kurzem hatte Jack Mallers angekündigt, Benutzern die Möglichkeit zu geben, ihr Gehalt in Bitcoin umzuwandeln.

Was ist Strike?

Strike
Die Strike-App

Strike ist eine Zahlungsapp, die es ermöglicht Geld innerhalb von Sekunden weltweit und kostenfrei zu versenden und zu empfangen. Im Hintergrund benutzt die App dafür Bitcoin und das Lightning-Netzwerk. Zap verspricht, dass jeder Mensch mit einem Bankkonto dieses innerhalb von nur 30 Sekunden mit der App verknüpfen kann.

Das kann die App

Zahlung von Strike-Nutzer an Strike-Nutzer

Über die Strike-App könnt ihr andere Strike-App-Nutzer in Euro bezahlen. Diese Zahlungen laufen jedoch nicht über das SEPA-Verfahren, sondern über das Lightning Netzwerk. Ihr zahlt Euro an Strike, Strike versendet Bitcoin an die App des anderen Nutzers und konvertiert diese direkt zurück in Euro. Der Clou dabei ist, dass Empfänger und Sender nicht die gleiche Währung benutzen müssen. Ihr könnt zum Beispiel Euro senden und der Empfänger erhält dafür Dollar. Das ganze funktioniert, dank Lightning, innerhalb von wenigen Sekunden. Dadurch werden Kursschwankungen bei Bitcoin für Bezahlungen irrelevant.

Zahlung von Strike-Nutzer an Bitcoiner

Doch das alleine macht Strike nicht zur Killer-App. Über Strike könnt ihr jedes Lightning-Invoice und jede Bitcoin-Adresse bezahlen. Der Empfänger muss nicht bei Strike angemeldet sein. Das bedeutet, dass ihr nicht nur auf jeder Website, die Bitcoin akzeptiert zahlen könnt, sondern Strike auch als Möglichkeit nutzen könnt, selber Bitcoin zu kaufen, indem ihr Bitcoin an eure eigene Lightning Wallet sendet.

Zahlung von Bitcoiner an Strike-Nutzer

Genau wie ihr Bitcoin versenden könnt, könnt ihr auch Bitcoin empfangen. Diese werden nach dem Erhalt direkt in Euro umgewandelt. Mit Strike könnt ihr also Bitcoin aus der ganzen Welt empfangen und habt diese direkt in Euro auf eurem Konto. Weil weder ihr noch der Empfänger jemals Bitcoin hält, werden laut Zap keine Steuern fällig.

Um mit der App zu bezahlen muss man nur einen QR-Code scannen.

Der User kann mit der App die Vorzüge der Bitcoin-Ökonomie genießen und mit dieser interagieren, ohne dabei ein weiteres Wallet zu benutzen oder anderweitig Bitcoin verstehen zu müssen. Strike-User müssen sich auch nicht mit der Volatilität des Preises und um Steuern kümmern. Alle Fiat-Transaktionen werden über das Lightning-Netzwerk geleitet. Die Umwandlungen passieren im Hintergrund. Weil Kunden kein Bitcoin sondern Euro in ihren Wallets besitzen, sind Transaktionen, laut Jack Mallers, nicht steuerpflichtig.

Jacks Strike Demo-Video aus dem Januar 2020

Technischer Hintergrund

Die Summe und das Volumen der Lightning-Transaktionen, die Strike erzeugt, dürfte für das Lightning Netzwerk zu einem Stresstest werden. Zap betreibt viele Lightning-Nodes um die Transaktionen im Hintergrund zu ermöglichen. Schlugen zum Start der App noch viele Transaktionen fehl, hatte sich dies seit Mitte des Jahres deutlich verbessert. Mehr Informationen dazu gibt es in diesem Thread von Jack.

Mitte des Jahres verbesserte sich die Transaktionsqualität drastisch

Ähnlich wie Acinq es mit Phoenix Wallet bereits geschafft hat dem Nutzer den Unterschied zwischen On-chain und Lightning vergessen zu lassen, schafft Strike es Fiat und Bitcoin so interoperabel zu machen, dass Bitcoin-Maximalisten und Fiat-Freunde gegenseitig ohne Probleme Geld miteinander austauschen können.

Cashback

Strikes Cashback-Partner

Doch Strike kann nicht nur Zahlungen senden. Eine durchaus bereichernde Funktion der App ist die Cashback-Funktion. Dabei gibt es bei Käufen bis zu 15 % vom Kaufpreis zurück. Hierzu wurden schon viele Partner, hauptsächlich aus der Bitcoin-Szene, hinzugeholt. Cashback gibt es automatisch nach einer Zahlung an den teilnehmenden Händler.

Die Strike Visa Card

Strike Card

Einen Schritt weiter Strike, indem sie vor kurzem ihre Strike-Card geteasert haben. Diese entsteht in Zusammenarbeit mit VISA und soll es ermöglichen überall wo VISA Karten akzeptiert werden mit Strike zu bezahlen.

Die Strike-App hat enormes Potential sich unterstützend auf die Bitcoin-Adoption auszuwirken. Sie ist ein wichtiger Schritt hin zu Bitcoin als Internet des Geldes. Besonders für Kunden von Western Union oder anderen Geldsende-Instituten dürfte es schwer werden mit Strike zu konkurrieren. Für uns ist die App besonders spannend, da sie mit wenig KYC-Informationen eine schnelle und günstige Möglichkeit zum regelmäßigen Bitcoin-Kauf bietet.

Die App ist im iOS AppStore, Play Store und im Chrome Webstore heruntergeladen werden.

Hier kann sich registriert werden.

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