Du hast gerade zum ersten mal Bitcoin gekauft und fragst dich, wie du jetzt damit umgehst? Wir erklären dir in diesem Artikel schnell und einfach was du wissen musst, um Bitcoin zu benutzen.

Anmerkung: Einige Annahmen sind stark vereinfacht, um den Einstieg in Bitcoin zu erleichtern. Wer genaueres herausfinden möchte, kann sich unsere Artikel für Fortgeschrittene anschauen.

Adressen

Vereinfacht gesagt, funktioniert Bitcoin über Adressen. Diese Adressen sind einzelne Konten, die einen bestimmten Betrag an Bitcoin besitzen. Ähnlich wie eine IBAN oder Kontonummer, sind diese Adressen dazu da, um sicherzustellen, dass eine Bitcoin-Transaktion den korrekten Empfängen erreicht.

Anders als bei einer Bank, kann jede Person ein neues “Konto” erstellen, ohne sich vorher zu registrieren oder um Erlaubnis zu fragen.

Diese Adressen bestehen aus einer längeren Folge von Buchstaben und Zahlen, zum Beispiel:

bc1q3ppfpu33fhg8gjlvtv9p8lk7vdr0ruf5j75pk7

Um nicht immer alle Zeichen einzeln eintippen zu müssen, wird diese Adresse auch oft als QR-Code angezeigt.

Es ist grundsätzlich möglich immer die gleiche Adresse für alle Zahlungen zu benutzen. Aus Sicherheits- und Privatsphäre-Gründen erstellen moderne Wallets jedoch für jede neue Transaktion eine neue Adresse.

Wenn du also Bitcoin empfangen möchtest, musst du dem Absender zuvor eine deiner Adressen mitteilen.

Wallets

Die Übersicht des BitBoxApp-Wallets als Beispiel

Weil es schwierig ist, sich alle diese Adressen zu merken werden alle deine Adressen und die dazugehörigen Zugangsdaten in einem Wallet gespeichert. Solch ein Wallet hat entweder die Form eines Programms auf deinem Computer, einer App auf deinem Handy oder ist ein speziell dafür gebautes Gerät, ein sogenanntes Hardware-Wallet.

Ein Wallet ist eigentlich nur eine Folge von 12 zufälligen Wörtern (auch “Seed” genannt). Das klingt ersteinmal nach wenig, ist aber genug, um sicherzugehen, dass keiner diese Wortfolge erraten kann. Bei 2048 Wörtern entspricht das in etwa

5000000000000000000000000000000000000000

möglichen Kombinationen. Diese 12-Wörter werden beim ersten Start deines Wallets zufällig erzeugt und dir dann angezeigt.

Aus den 12 Wörtern können unzählige Adressen abgeleitet werden

Von dieser Wortfolge werden alle deine zukünftigen Adressen abgeleitet. Das bedeutet, dass jeder, der diese 12 Worte weiß, über alle deine Bitcoins in allen deinen Adressen verfügen kann. Deshalb ist es unglaublich wichtig, diese beim Erstellen des Wallets aufzuschreiben und dann an einem sicheren Ort aufzubewahren.

Bitcoin senden

Sendevorgang der BitBoxApp

Um jemandem Bitcoin zu senden, benötigst du lediglich Bitcoin in deinem Wallet und die Adresse des Empfängers.

Im Sendevorgang deines Wallets wirst du in der Regel gefragt:

  • An wen du Geld senden möchtest (die Bitcoin-Adresse)
  • Wie viel Geld du senden möchtest (Anzahl der Bitcoins)
  • Wie schnell die Transaktion sein soll (Transaktionsgebühr)

Die Transaktionsgebühr muss angegeben werden, weil Bitcoin nur eine bestimmte Anzahl an Transaktionen “verarbeiten” kann. Je mehr Geld du für deine Transaktion zahlst, desto schneller wird diese beim Empfänger ankommen. Mehr zum Thema Transaktiongebühren findet ihr hier.

Bitcoin empfangen

Noch einfacher, als das Senden von Bitcoin, ist das Empfangen von Bitcoin. Nachdem du dein Wallet heruntergeladen und eingerichtet hast, musst du dir eine Adresse erstellen. Das funktioniert bei den meisten Wallets über einen “Empfangen” oder “Erhalten”-Button.

So sieht das in der BitBoxApp aus

Es wird euch eine Bitcoin-Adresse als Text und als QR-Code angezeigt. Diese Adresse könnt ihr dann der Person mitteilen, die euch Bitcoin schicken soll.

Sobald der Absender die Transaktion abgeschickt hat, sollte sie in eurem Wallet als “unbestätigt” angezeigt werden. Eine Bitcoin-Transaktion benötigt, je nach gewählter Transaktiongebühr, eine Weile, bis sie final ist. Das können nur ein paar Minuten sein, oder sogar ganze Tage. Wer warten möchte, kann Geld sparen.

Welches Wallet sollte ich benutzen?

Die Sicherheit eures Wallets sollte immer von dem jeweiligen Wert abhängen, den ihr darin aufbewahrt. Möchtet ihr ein bisschen Bitcoin unterwegs ausgeben oder eure Bitcoin im Wert von tausenden von Euros dauerthaft aufbewahren?

Ein Smartphone-Wallet ist kostenlos und einfach zu bedienen, bedeutet jedoch im Falle eines Virus höchstwahrscheinlich den Verlust eurer Bitcoins.

Hardware-Wallets sind zurzeit die sicherste Möglichkeit eure Bitcoins zu speichern, da darauf eure 12-Wörter gespeichert sind und sie dieses Gerät nie verlassen. Selbst wenn ihr diese Wallets an einem Virus-verseuchten Computer verwendet, geht ihr kein Risiko ein.

Wallet-Apps

Hardware-Wallets

Ein Software-Wallet auf dem Computer würden wir Anfängern aktuell nicht empfehlen.

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