Die dicken Fische kommen noch – Institutionelle Investoren und BTC

Der Durchbruch des Bitcoin ist da, wie wir schon vor ein paar Wochen berichtet haben. Es ist aber noch lange nicht zu spät zum Einsteigen. Denn große, institutionelle Investoren kommen erst noch. Wir haben hierfür zahlreiche Indizien gesammelt.

Die Institutionellen Investoren

Raoul Pal vertritt schon länger die These, dass das wirklich große, institutionelle Geld erst noch kommen wird („Wall of Money“):

Diese These wird von der Analyse-Firma Chainalysis mit Fakten belegt:

Anträge auf Kryptoverwahrlizenz

Dass das Thema Bitcoin gerade auch in Deutschland für Finanzinstitute Fahrt aufnimmt, ergibt sich aus einer Kleinen Anfrage des Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler an die Bundesregierung:

[Daraus] geht hervor, dass bereits 40 Interessensbekundungen von Banken für eine Erlaubnis eingegangen sind, künftig Kryptoverwahrgeschäfte zu betreiben. Das ist Fluch und Segen zugleich, da der Markt schneller wächst, als das Bundesfinanzministerium das vorhergesagt hat.

Zum Hintergrund: „Kryptoverwahrgeschäft“ bedeutet, dass Banken (oder auch neue Anbieter und Institutionelle Investoren) Kryptoverwährungen für andere verwahren dürfen. Zum Ende des Jahres darf das in Deutschland nur, wer dafür eine Lizenz von der BaFin erhalten hat.

Was bedeutet das für Bitcoin und Institutionelle Investoren?

Die Anfrage von Herrn Schäffler zeigt uns, dass schon jetzt viele Banken – also alles andere als neue Player am Markt (!) – vorhaben oder erwägen, Kryptowährungen für ihre Kunden zu verwahren. Und 40 Interessenbekundungen und 20 Erlaubnisanträge sind eine ganze Menge. Das ergibt für Institutionelle Investoren selbstverständlich nur Sinn, wenn sie den Kunden gleichzeitig auch Kryptowährungen verkaufen können. Denn ehrlicherweise dürfte sich nur hiermit auch Geld verdienen lassen. Im Ergebnis liegt das nahe, dass womöglich Deutsche Bank, Commerzbank, Volksbanken und Sparkassen ihren Kunden Bitcoin verkaufen wollen. Die Institute gehen also davon aus, dass das Interesse an Bitcoin massiv wächst.

Dass Square, Microstrategy und Paypal den Coin den Markt gerade erobern, haben wir bereits in einem anderen Blogbeitrag analysiert.

Überzeugte (Institutionelle) Investoren

Die Amerikaner

Die „Bombe“ der letzten Wochen hat aus Sicht vieler Bitcoiner der Chief Investment Officer des Institutionellen Investoren “Blackrock”, Rick Rieder, platzen lassen. In einem Interview mit dem amerikanischen Börsensender CNBC sagte er:

“Kryptowährungen sind gekommen, um zu bleiben. Die Offenheit junger Anleger für Technologie und Kryptowährungen, für digitale Zahlungssysteme ist echt. […] Ob ich glaube, dass Bitcoin langfristig Gold ablösen wird? Ja, denn es ist so viel praktischer, als Goldbarren zu transportieren.”

Rick Rieder

Allerdings ist zu berücksichtigen, dass Blackrock zwar ein Institutioneller Investor mit einer Bilanzsumme von 7,3 Billiarden USD sein mag. Das bedeutet aber nicht, dass ein Teil dieses Geldes in Bitcoin fließen wird. Das liegt aber daran, dass Blackrock in erster Linie ein Vermögensverwalter ist, der für Anleger etwa ETF auflegt. Die Anlageentscheidung wird folglich im Ergebnis nicht von Blackrock selbst, sondern von den Anlegern getroffen.

Auch der legendäre Investor Paul Tudor Jones geht aber sinngemäß davon aus, dass ein Investment in Bitcoin sich für ihn anfühle wie eine frühe Anlage in Techunternehmen wie Google und Apple.

“Ich habe noch niemals einen Vermögenswert mit Speicherfunktion gesehen mit so einem hohen Maß an intellektuellem Kapital dahinter mit Leuten, die sich dem Ziel gewidment haben, Bitcoin zu einem Tauschwert zu machen. […] Bitcoin ist eine Wette auf das Genius der Menschheit.”

Paul Tudor Jones

Ähnliches gilt für den berühmten Investor Stanley Druckenmiller, der zusätzlich zu seinem Goldinvestment auch in Bitcoin anlegt. Ein Argument für ihn ist der Generationenwechsel im Vermögen hin zu den technologieaffinen Millenials und das „West Coast Money“:

Internationale Investoren und ein Star

Der zweitreichste Mexikaner, Ricardo Salinas Pliego, gab kürzlich auf Twitter bekannt, dass er zehn Prozent seines „liquiden Portfolios“ in Bitcoin hält.

Dass Bitcoin langsam im Mainstream ankommt, erkennen wir auch hieran: Die Game of Thrones Darstellerin Maisie Williams fragte ihre Twitter-Followerschaft erst kürzlich zu einem Investment in Bitcoin. Zwar sprach sich die Mehrheit dagegen aus (auch ein Zeichen, dass wir uns noch in einer frühen Phase der breiten Annahme von BTC befinden), sie kaufte aber trotzdem:

Auch der sonst Bitcoin sehr kritisch gegenüberstehende Nobelpreisträger Nouriel Roubini sieht Bitcoin als Wertspeicher:

Deutsche Investoren

Deutsche Investoren wie Frank Thelen sträuben sich hingegen noch ein wenig. Thelen war allerdings ursprünglich sehr kritisch, scheint seine Meinung aber langsam zu ändern. Wir wünschen wir uns von Thelen künftig mehr Grundlagenwissen zum Thema Bitcoin.

Dass Bitcoin auch hierzulande zunehmend einen Kreis junger Investoren erreicht, zeigt sich an der vermehrten Berichterstattung von seriösen und vernünftigen Leuten wie Lars Erichsen (dessen hervoragenden Youtube Kanal und Podcast wir an dieser Stelle gerade auch im Hinblick auf den allgemeinen Vermögensaufbau für junge Sparer empfehlen wollen).

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