Digitales Zentralbankengeld kommt – schlechte Nachrichten für Bitcoin?

Die Zeichen werden immer deutlicher: Das Bargeld wird digitalisiert. Damit sind aber nicht Bitcoin oder andere Kryptowährungen gemeint. Sondern tatsächliche Digitalwährungen, ausgegeben von den Zentralbanken – mit anderen Worten: Digitale Euros.

Schon vor einigen Jahren hat die schwedische Riksbank ihr Projekt einer „e-Krona“ gestartet. Dem lag die Erwägung zugrunde, dass die Schweden einen Großteil ihrer Zahlungen elektronisch durchführen. Dabei verwenden die Parteien aber nicht „Geld“ im engeren Sinne – d.h. digitales Zentralbankengeld – sondern nur das von den beteiligten Banken geschöpfte „Buchgeld“. Die Riskbank befürchtete also, dass sie in einer tatsächlichen Finanzkrise keine ausreichende Kontrolle mehr über die tatsächliche Währung haben würde, indem sie etwa die Geldmenge ausweiten kann. Gewissermaßen als Konkurrenzprodukt zum „Buchgeld“ will die Riksbank daher die e-Krone etablieren.

Schweden nimmt eine Vorreiterrolle in Rennen der CBDCs ein

Im selben Gedankengang gibt es nun auch ähnliche Bewegungen in anderen Staaten: Mark Carney, Chef der immer noch einflussreichen Bank of England hat die Idee vor ein paar Jahren angesprochen und auch die EZB trägt sich offenbar mit diesem Gedanken.

Das bedeutendste Indiz aber kommt vom Internationalen Währungsfonds: Vor ein paar Tagen fand darüber hinaus auch eine Konferenz zu digitalen Währungen und grenzüberschreitenden Zahlungssystemen statt. Und ein Gerücht geht um, das der IWF selbst so in die Welt setzt: Ein neuer Bretton-Woods Moment wird kommen. Die Welt der Währungen wird sich also massiv ändern, wie zuletzt im Jahr 1944.

Die Bretton-Woods Konferenz in 1944 zur Festlegung einer neuen Währungsordnung

Die Zeichen stehen also auf Veränderung: Früher oder später wird das Papiergeld abgeschafft und digitalisiert. Wie wird sich Bitcoin in dieser Welt behaupten? Eine Digitalisierung des gesamten Finanzsystems erschafft eine Offenlegung sämtlicher finanziellen und sozialen Daten einer Person: Wo du einkaufst, was du einkaufst, an wen du Miete zahlst, mit wem du Essen gehst. In den nächsten Beiträgen werden wir uns damit etwas genauer befassen.

Aber eins ist klar: Mit Bitcoin können wir das eingesetzte Kapital zwar sicherlich verlieren. Aber wir können definitiv auch deutlich mehr als 100 % gewinnen. Aus unserer Sicht gilt daher auch mit Blick auf die digitale Währungswelt die Devise: 5 % in Bitcoin.

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