Die Insolvenzen kommen – positiv für Bitcoin-Sparer?

Eine neue Phase der Coronakrise bricht an: Uns droht eine Lawine von Insolvenzen. Der „Sommer der Hoffnung“ ist vorbei. Aber: Das gilt nicht für Bitcoin und insbesondere nicht für langfristige Sparer.

Der Realismus ist an die Märkte zurückgekehrt. Nachdem in den letzten Tagen und Wochen klar wurde, dass die Coronakrise nicht vorüber ist und auch Turbulenzen im Zusammenhang mit der US-Wahl drohen, haben die Aktienmärkte deutlich nachgegeben. So ist der DAX von seinem Höchststand von 13.000 auf mittlerweile 12.000 Punkte gesunken.

via finanzen.net

Nachdem wir im März in eine Panikphase gerieten, in der sowohl die Aktienmärkte als auch Bitcoin massiv verkauft wurden, durchlebten beide einen extrem euphorischen Sommer, die Hoffnungsphase: Die COVID-19 Zahlen sanken (jedenfalls in Europa) und gleichzeitig sicherten die Zentralbanken massive Unterstützung zu. Die Märkte gingen davon aus, dass das schlimmste der Krise nun überstanden sei („V-shaped recovery“). Dass die Euphorie jedenfalls teilweise auch von Privatanlegern getrieben wurde, zeigte die Entwicklung von Aktien insolventer Unternehmen wie Hertz oder auch Wirecard.

Das ist jetzt vorbei. Der bekannte Macro-Investor und Bitcoinanhänger Raoul Pal meint, dass nun die Insolvenzphase beginnt. Sein Gedankengang ist folgender: Die Coronakrise sorgt wieder dafür, dass die Leute zuhause bleiben. Wer zuhause bleibt, gibt deutlich weniger Geld aus (Was sind schon 12 Euro für Netflix?). Geldflüsse nehmen massiv ab. Anders als Anfang März können die Unternehmen den Wegbruch des Cashflows nun aber endgültig nicht mehr verkraften. Denn viele Unternehmen sind hoch verschuldet. Die Schulden können sie aber nicht mehr verdienen. In der Folge müssen Banken ihre Kredite abschreiben. Unternehmen und Banken drohen Insolvenzen.

1. Ein Bitcoin hat keine Schulden und kann nicht insolvent gehen

Unternehmen sind in der Regel mit Verbindlichkeiten belastet sind, spricht dies gegen Aktien. Und für Bitcoin. Ein Bitcoin schuldet keinem anderen etwas. Ein Bitcoin geht nicht insolvent.

2. Das neue Währungssystem nach dem Run auf den Dollar

Hinzukommt, dass weltweit viele Unternehmen in Dollar verschuldet sind. Die Nachfrage nach dem Dollar wird daher massiv steigen. Weil dies für internationale Zentralbanken auf Dauer nicht tragfähig ist, wird sich das System Alternativen suchen: Und wie wir schon in einem Post letzte Woche beschrieben habe, sind das Digitale Währungen. Möglicherweise nimmt Bitcoin hierbei eine zentrale Rolle ein. Deshalb sollten wir Bitcoin als eine Call-Option auf das zukünftige Währungssystem nach der Insolvenzwelle verstehen. Vor diesem Hintergrund ist unsere Strategie zu verstehen, 5 % per Dollar-Cost-Averaging in Bitcoin zu investieren.

3. Die kommenden Negativzinsen, um Insolvenzen zu verhindern

Die Insolvenzphase bringt aber noch viel mehr mit sich: Zentralbanken werden massiv Geld drucken, um den Einbruch des cashflows mit der Folge eines totalen Ausfall aller Schulden zu verhindern. Das spricht auch dafür, dass sich die Entwicklung des Bitcoin seit April fortsetzt. Denn wenn erst die Zinsen erst negativ werden, wird Bitcoin (und auch Gold) für den Vermögenserhalt erst richtig interessant. Denn hierauf zahlen wir garantiert keine Strafzinsen.

Für langfristige Sparer in Bitcoin stehen die Zeichen weiterhin gut.

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