Bitcoin-Studie – 24% aller Deutschen halten Bitcoin für das Zahlungsmittel der Zukunft

Im Zuge einer aktuellen Bitcoin-Studie von Bearing Point betrachten circa 25% aller Deutschen Kryptowährungen als geeignete Anlageform und 24% Kryptowährungen als Zahlungsmittel der Zukunft. Das allgemeine Vertrauen in die Wertstabilitität von Kryptowähren habe jedoch seit 2017 deutlich abgenommen. Wir ordnen für euch die Zahlen ein:

Quelle: bearingpoint

Knapp 11% aller Deutschen gaben 2017 an, schon einmal Kryptowährungen genutzt zu haben. Dieser Wert ist nach dem Preisfall von Bitcoin 2018 mit 5% deutlich gesunken. Diesen Unterschied können wir uns nicht direkt erklären, da es sich eigentlich um einen akkumulierenden Wert handeln sollte, der nur abnimmt, wenn Personen versterben oder verziehen. Wahrscheinlich handelt es sich dabei um Unterschiede in der befragten Gruppe. Das bedeutet jedoch auch, dass diese Zahlen nicht besonders repräsentativ sind.

Befragt wurden 2038 Personen, die über 18 Jahre alt waren. Uns hätte eine Befragung ab 16 Jahren besser gefallen, da jüngere Befragte gegenüber digitalen Währungen aufgeschlossener sind.

Seit 2017 ist das Vertrauen der befragten Personen in staatliche Währungen als Anlageform deutlich gestiegen, das Vertrauen in Kryptowährungen von 31% auf 25% gesunken. Aufgrund der Volatilität von Bitcoin nach 2018 durchaus nachvollziehbar. Schließlich ging das Thema “Die Bitcoin Blase ist geplatzt” durch alle Medien. Auch wenn die aktuellen Kursgewinne noch nicht in der Statistik erfasst sind, da sie Mitte September durchgeführt wurde.

Die nächste Statistik sorgte bei uns für etwas Verwirrung. Hierbei wurden die Teilnehmer dazu befragt, wo sie den Sinn von “Krypto-Assets” sehen. Als Antwortmöglichkeiten sind jedoch nur dubiose Anwendungsgebiete der “Blockchain” genannt, wie “Digitale staatliche Währung”, “Wertpapiere” und “Unternehmensanteile”. Dass die Teilnehmer diesen Anwendungsbereichen kritisch gegenüber stehen, ist positiv, zumal es sich bei Bitcoin um ein staatenloses, digitales Finanzsystem handelt.

In dieser Statistik ist gut zu sehen wie stark das Interesse an Bitcoin in 2017 gestiegen ist. Dabei stieg die Anzahl der Leute, die schon einmal etwas von Kryptowährungen gehört hat von 5% auf circa 71%. Generell zeichnet sich in den folgenden Jahren ein positiver Trend ab.

Das Vertrauen in die Preisstabilität von Kryptowährungen sank, während das Vertrauen in Gold etwas und in staatliche Währungen deutlich zulegen konnte. Auch das erklären wir uns mit dem Preissturz in 2018, der einige Investoren ihr Geld gekostet haben wird.

Diese Statistik ist unserer Meinung nach eine der interessantesten. Nüchtern betrachtet halten es 24% der befragten Personen für wahrscheinlich, dass Kryptowährungen staatliche Währungen in Zukunft als Transaktionsmittel ablösen werden. Zwar waren es in 2017 und 2018 ein Prozentpunkte mehr, jedoch scheint dies dem allgemeinen Misstrauen in Kryptowährungen zu widersprechen.

Auch die nächste Statistik ist in unseren Augen sehr positiv zu bewerten. Knapp die Hälfte aller Teilnehmer würde die Verwahrung ihrer Krypto-Assets selbst übernehmen anstatt sie einer Verwahrstelle zu überlassen. Das spricht für ein allgemeines Misstrauen in die Banken und ein Vertrauen in die eigene finanzielle Suveränität.

Alles in allem spiegelt diese Studie die allgemeine Krypto-Landschaft sehr gut wider. Die Skepsis gegenüber einer Nutzung der “Blockchain” als dezentralisiertes Datenregister ist verständlicherweise hoch, was hoffentlich zu einem Überdenken vieler Investitionen in Altcoins führen sollte – Dennoch glauben fast ein Viertel der Befragten bereits daran, dass Krypto-Währungen staatliche Währungen ablösen werden. Es ist noch viel Luft nach oben was das Vertrauen in Bitcoin als Anlageform an geht, was an sich positiv für Early-Adopter sein dürfte. Wir bewerten diese Statistiken als positiv für Bitcoin.

Wie und wo ihr in Bitcoin investieren könnt, findet ihr in unserem Artikel: Bitcoin kaufen: So geht das!

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